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Welche Maske bietet welchen Schutz?

FFP2 Maske oder OP-Maske?

Schutzmaske und ihre Eigenschaften sind im vergangenen Jahr ein Thema für alle geworden. Zum einen wegen der Maskenpflicht, zum anderen wegen des eigenen Wunschs, sich und andere vor Bakterien und Viren zu schützen. Als zwei spezielle Typen von Schutzmaske haben sich FFP2 Masken und OP-Masken etabliert. Beide Maskenarten unterscheiden sich durch ihre Materialien und ihre Schutzwirkung.

OP-Masken, auch als Operationsmasken oder medizinische Gesichtsmasken bezeichnet, kennen Patienten zum Beispiel aus Arztpraxen, Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Dort finden sie seit langem Verwendung. Sie bestehen aus mehreren Lagen Vliesstoff und einem filternden Tuch. Die Innenseite ist meist weiß, die Außenseite blau. Gut zu wissen: OP-Masken weisen eine Zertifizierung nach DIN EN 14683 auf. Sie beeinträchtigen die Atmung nicht und haben gleichzeitig eine Filterwirkung. Wenn der Träger spricht oder hustet, schützt die OP-Maske andere Menschen in der Nähe vor den entstehenden Tröpfchen. Als Schutzmaske verringert sie die Ausbreitung winziger Flüssigkeitsteilchen, der Aerosole. Sie verhindert aber nicht deren Eindringen durch die Schutzmaske für den Träger. Die Schutzwirkung für die Nutzer beschränkt sich auf größere Tröpfchen. Ihr Einsatz dient daher vor allem den Menschen in der nahen Umgebung – nicht dem Eigenschutz des Benutzers. OP-Masken sind nicht waschbar und können nicht mehrfach verwendet werden. Sie müssen regelmäßig gewechselt werden, um ihre Aufgabe erfüllen zu können.

FFP2 Masken finden sich nicht erst seit der jüngeren Vergangenheit bei Handwerkern und Heimwerkern. Teils schreiben Arbeitsschutzverordnungen ihren Einsatz vor. Sie sind auch als partikelfiltrierende Halbmasken oder Feinstaubmasken bekannt. Das Kürzel FFP bedeutet “Filtering Face Piece”. Dieser Typ Schutzmaske wird aus Vliesstoffen oder Polypropylen hergestellt, einem Kunststoff, den eine sehr hohe Filterwirkung auszeichnet. So sind FFP2 Masken in der Lage, Aerosole, Rauch und Feinstaub zu mindestens 95% aus der Luft zu filtern. Dazu tragen spezielle Vlieslagen bei, die über eine statische Aufladung verfügen, auch Meltblown genannt. Darüber hinaus ist das Material dieser Schutzmaske besonders dicht. Diese Dichtigkeit gewährleistet einen effizienten Schutz vor Viren, erschwert allerdings das Atmen. Auch deshalb können FFP2 Masken nicht beliebig lange getragen werden. Es gibt unterschiedliche Empfehlungen, die maximale Tragedauer sollte aber acht Stunden nicht überschreiten. Ein weiterer Grund hierfür liegt im Nachlassen der schützenden statischen Aufladung durch Feuchtigkeit. Dies geschieht durch die Atmung selbst, die das Gewebe anfeuchtet, oder durch entsprechende Umgebungsbedingungen wie feuchte Raum- und Außenluft. Beim Kauf von FFP2 Masken muss auf den Qualitätsnachweis in Form der Kennzeichnung CE plus vierstellige Prüfziffer geachtet werden. Nur dann ist die entsprechende Filterkapazität gewährleistet. Nach wie vor sind Masken mit Bezeichnungen wie KN 95 im Umlauf; den geltenden Europäischen Normen entsprechen diese nur, wenn die CE Kennzeichnung zusätzlich vorhanden ist.

Ähnlich wie OP-Masken sollen auch FFP2 Masken grundsätzlich nicht mehrfach verwendet werden. Ob eine solche Schutzmaske durch Trocknen im Freien oder Erhitzen auf 80 Grad wieder keimfrei gemacht werden kann, ist noch umstritten. Auf der sicheren Seite ist man nur mit der empfohlenen maximalen Tragezeit. Da sie teurer sind als OP-Masken, ist ihr Einsatz abzuwägen. Sinn macht er jedenfalls, wenn absehbar die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können und für durch Krankheit oder Therapien besonders gefährdete Personen.